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Earnings call · FY2026 Q2
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Guten Abend und herzlich willkommen zur Sommerausgabe des Live-Webcasts für Privatanlegende. Mein Name ist Christoph Greitemann aus dem Invest-Relations-Team und bei mir ist Hannes Wittig, Leiter Invest-Relations, der jetzt gleich die Präsentation durchführen wird. Der Ablauf ist wie immer, also erst eine kurze Zusammenfassung des abgelaufenen Quartals. Und im Anschluss dann volle Konzentration auf die Fragen, die Sie uns gestellt haben. Das waren eine ganze Reihe. Wir gehen sie nachher durch. Und Sie können auch jetzt noch Fragen stellen, wenn Sie die haben. Sie finden den Link unten in der Videobeschreibung und damit starten wir. Die Bekanntgabe zum zweiten Quartal liegt inzwischen ja schon einen Monat zurück. Das ist etwas länger als sonst, aber es waren Ferien, da haben viele Leute andere Prioritäten. Insofern jetzt sind in fast allen Bundesländern die Schulferien vorbei und der normale Rhythmus beginnt wieder und wir haben unseren Live-Webcast. Wir freuen uns sehr, dass Sie mit dabei sind und über Ihr Interesse an der Deutschen Telekom. Seit Mai, dem letzten Webcast, ist ja auch einiges passiert. Insofern viele spannende Themen. Alle Fragen, die Sie stellen auf der Plattform, sind möglich ohne Registrierung. Insofern, das ist maximal einfach für die Präsentation. die Hannes Wittig jetzt zeigt, gilt wie immer der Haftungsausschluss. Also es geht zum Teil um zukunftsbezogene Aussagen etc. Alle Details finden Sie in dem Haftungsausschluss und in der Unterlage. Und damit, Hannes, wie war das zweite Quartal für die Deutsche Telekom?
Es war ein gutes Quartal. In Summe, die Ergebnisse waren gut, sind auch positiv aufgenommen worden. Hier nochmal der Haftungsausschluss, den Christoph gerade erwähnt hat. den Sie auch kennen. Und wir haben ja die Präsentation etwas komprimiert auf Ihr Feedback hin. Also gehen wir jetzt nicht sklavisch durch jede Zahl durch, sondern sehen das auch ein bisschen aus der Halbjahresperspektive. Das zweite Quartal schließt sich nahtlos an ein gutes erstes Quartal an. Aber wir zeigen hier insbesondere auch zusammenfassende Daten. Es gab jetzt auch keine wirklichen dramatischen Verwerfungen in den Trends zwischen dem ersten und zweiten Quartal. Eine der Slogans oder Prinzipien, denen wir nachstreben, heißt ja auch verlässliches, resilientes Wachstum. Also versuchen wir auch einen stabilen Wachstumspfad hinzulegen und tunlichst große Irritationen oder Sprünge zu vermeiden. Auf der ersten Seite sind einige Themen zusammengefasst, die wir auch kurz durchgehen sollten. Rechts finden Sie wie immer unsere Ergebnisprognose. Die bleibt bei 2,20 Euro pro Aktie für dieses Jahr und dann für rund 2,50 Euro nächstes Jahr. Wir können ja nachher auch noch darüber reden, aber wenn Sie schauen, wo die Aktie im Moment handelt, dann sehen Sie, dass sie im Vergleich zu den Gewinnaussichten für dieses und auch für nächstes Jahr sehr günstig bewertet ist. Da werden wir sicher noch mal später darauf eingehen. Die Zahlen, die wir abgeliefert haben im ersten Halbjahr und im zweiten Quartal, passen gut zu der Prognose, die wir für 2026 in Aussicht gestellt haben. Sozusagen eine ambitionierte Prognose und auch die Zahlen passen auch zu den Zielen aus dem Kapitalmarkttag. des Jahres 2024, die wir ja bis zum Jahr 27 herausgelegt haben. Ich denke wichtig, im Bereich Glasfaser-Mobilfunknetz haben wir unsere Netzführerschaft auf beiden Seiten des Atlantiks bestätigt und auch ausgebaut. Prognoseerhöhung in den USA, das betrifft den Free Cash Flow. Im zweiten Quartal, im ersten Quartal wurden andere Metriken erhöht. Wir machen gute Fortschritte bei künstlicher Intelligenz und grundsätzlich bei Digitalisierung. und wichtig in diesem Quartal war eben auch das Thema Kapitalallokation. Wie Sie vielleicht sich erinnern, haben wir dieses Jahr nicht in den laufenden Aktienrückkauf der T-Mobile verkauft. Als Konsequenz, wenn man in einen Aktienrückkauf nicht reinverkauft, dann steigt der Anteil an den Gewinn des Unternehmens oder der Anteil am Unternehmen auch an den Gewinn des Unternehmens. Insofern hat die Beteiligung der Deutschen Telekom an der T-Mobile ein Stand jetzt von 54 Prozent erreicht. Das ist jetzt also damit etwa 10, 11 Prozent mehr als vor sechs Jahren, als der Zusammenschluss von Sprint und T-Mobile angekündigt, also vollzogen wurde. Entschuldigung. Wir haben darüber hinaus uns entschieden, bis zu drei Milliarden mehr für Aktienrückkäufe auf der Ebene Deutsche Telekom auszugeben. Wir hatten ein bestehendes Aktienrückkaufprogramm von bis zu zwei Milliarden und haben es insofern auf bis zu fünf Milliarden aufgestockt. Das ist ja auch eine Ihrer Fragen gewesen. Da kommen wir nachher nochmal drauf. und abschließend die Verschuldung ist komfortabel, weil wir uns im Zielkorridor befinden und zwar komfortabel und schönerweise bewerten uns alle drei großen Ratingagenturen mit einem A-Rating und das ist sehr freudig. Was die Finanzkennzahlen angeht, wie gesagt, hier die Halbjahresperspektive, aber es gibt da keine großen Verwerfungen. Die T-Mobile hat dieses Jahr ein fast zweistelliges Wachstum hingelegt. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass sie letztes Jahr US-Cellular übernommen hat. Die Darstellung hier ist allerdings organisch. Diese 10 Prozent, die Sie sehen, also ohne den Zukauf, aber durchaus mit Unterstützung der Synergien aus dem Zukauf. Dazu kommt aber natürlich ein gutes Umsatzwachstum und die Effizienzgewinne, die T-Mobile aus seiner sehr ambitionierten Digitalisierung erwirtschaftet. Und diese Effizienzgewinne werden auch, so wie auch das Thema Synergien- und Umsatzwachstum, weiter die Ergebnisse nach vorne tragen. In Deutschland haben wir im ersten Halbjahr ein EBITDA-Wachstum von 2,6 Prozent realisiert. Das ist in dem Korridor, den wir beim Kapitalmarkttag in Aussicht gestellt haben. Und das europäische Segment ist sehr gut gewachsen mit 3,8 Prozent. Das ist auch über der Runway, die für dieses Jahr in Aussicht gestellt wurde, die T-Systems mit 5 Prozent auch sehr gut im Rennen. Und rechts sehen Sie die aggregierten Zahlen für den Konzern und auch für den Konzern ohne die USA. Also Sie sehen, dass auch ohne die USA zum Beispiel das Geschäft beim EBITDA um 3% organisch gewachsen ist. Bei den Netzen haben wir weiter Fortschritte gemacht. Wir haben jetzt 25 Millionen europäische Haushalte, die wir mit Glasfaser versorgen können. Davon 13,6 in Deutschland. Also die letzte Zahl stammt ja dann von Ende Juli, glaube ich, im Moment. Das waren dann 13,9. Also der Juli war sogar ein Rekordmonat für den Ausbau. Also das geht weiter. Und die Nutzung ist insgesamt auch gestiegen. Die Nutzung in Deutschland ist jetzt bei fast 18 Prozent. Das ist immer noch kein sehr hoher Wert, aber die Steigerungsrate ist sehr eindeutig. Also wir beschleunigen die Glasfaser-Kundenzahl und das Wachstum mit der Glasfaser-Kundenzahl in Deutschland. Und in den USA haben wir zwei weitere Joint Ventures angekündigt, die bis zum Jahresende nochmal zwei Millionen Haushalte zusätzlich anschließen können. Das fügt sich hinzu zu zwei Joint Ventures, die wir bereits haben, die beide etwas größer sind. Und die 5G-Abdeckung in Deutschland hat 99 Prozent erreicht. Das ist die Bevölkerungsabdeckung. Auch in der Flächenabdeckung sind wir ja bei 90 Prozent und weit vor dem Wettbewerb. Entsprechend gewinnen wir auch die Umfragen weiterhin, also die Network-Surveys. Ich kann sagen, dass wir gerade von UKLA zu dem Netz mit der höchsten Konsistenz in Europa gekürt worden sind. Also nicht relativ zu den deutschen Wettbewerbern, sondern relativ zu, ich glaube, 140 anderen Netzen in Europa. Das ist schon eine sehr, sehr beeindruckende Leistung. Also das Netz ist sehr stark und wir stärken es weiter. Auch in Europa gewinnen wir die Preise in den meisten Ländern. Und in den USA haben wir unseren Spitzenplatz, den wir ja vor einiger Zeit erreicht haben, auch erfolgreich verteidigt. und versuchen den natürlich auch weiter auszubauen. Ich werde jetzt nicht im Einzelnen auf dieses Schaubild hier eingehen. Vielleicht wichtig ist KI, AI, Digitalisierung schreitet voran. Wir werden am 5. Oktober einen halben Tag auf das Thema Künstliche Intelligenz einsetzen, wo das Management das zeigt, was wir mit künstlicher Intelligenz bereits im Unternehmen erreichen. Ich glaube, ein ganz wichtiger Punkt wird sein, dass wir, ich glaube, sehr gut im Rennen sind bei dem Thema, aber dass vor allem auch die Effizienzgewinne, die man mit der künstlichen Intelligenz erzielen kann, in der Regel auch mit einem besseren Kundenerlebnis einhergehen. Das ist, glaube ich, sehr wichtig. Also das ist jetzt nicht plattes Sparen, sondern das ist typischerweise besserer Kundennutzen in Verbindung mit höherer Effizienz. Und da werden wir dann einige Beispiele auch zeigen. Und was das Kundenwachstum angeht, haben wir in den USA ja die Metrik Kundenkonten, also Vertragskundenkonten eingeführt. Sie sehen oben links, dass wir in dieser Metrik zwar leicht unter dem Vorjahr lagen, aber mit fast 500.000 neuen Kundenkonten doch eine sehr starke Zahl haben, die auch im Markt wohl führend ist, also deutlich führend ist. Insofern, das Wachstum in den USA geht weiter. Da gibt es ja Zweifel an der Wachstumsgeschwindigkeit, ob ich es verlangsamt, Aber zunächst mal ist festzustellen, dass wir hier ein fast umgebrochenes Wachstumsprofil haben. In den Geschäften außerhalb der USA haben wir mit 734.000 Neukunden, also das ist Europa und in Deutschland, auch ein sehr gutes Ergebnis erzielt. In Deutschland haben wir mehr als 100 Prozent der Mobilfunkneukunden in diesem Quartal geholt und auch im Halbjahr. Im Festnetz haben wir in diesem Quartal in Deutschland 20.000 Breitbandkunden verloren. Allerdings sind die Zahlen für das Halbjahr damit deutlich verbessert gegenüber dem Vorjahr. Und im zweiten Halbjahr erwarten wir eine weitere Verbesserung. Da gab es den einen oder anderen Faktor, der das mit begründet hat. Grundsätzlich haben wir hier Erfolg damit, auch über das Thema Glasfaser, aber auch über unsere erfolgreiche Segmentierungsstrategie mit Kongstar die Kundenzahlen nahezu stabil zu halten. Im TV-Bereich war es ein interessantes Halbjahr, weil wir ja die Weltmeisterschaft gezeigt haben, wir hatten fast eine Million neue Kunden, die hier nicht zu sehen sind. Das sind Kunden, die vielleicht auch nur für das Event sich Dinge gekauft haben, aber erfreulicherweise haben wir auch bei den Kunden, die bei uns auch Breitband dazu kaufen, das sind hier diese 99.000 in Deutschland und Europa plus bei den langfristigen OTT-Kunden deutlich zugelegt. Also in Summe bei den Vertragskunden, wenn Sie so wollen, haben wir 250.000 in Deutschland und Europa hinzugefügt, im Wesentlichen in Deutschland in der ersten Hälfte des Jahres. Und hoffentlich bleiben viele von den eine Million anderen Kunden, die ja dann die Erfahrung machen, dass das Magenta TV-Produkt sehr attraktiv ist. Und was die Thematik Gesellschaft und Umwelt angeht, die uns ja auch sehr wichtig ist, sehen Sie im Wesentlichen hier rechts und links Gesamtjahreszahlen, also keine Neuigkeiten. Aber was wichtig ist, im ersten Halbjahr haben wir es geschafft, in dem Geschäft ohne die USA wiederum unseren Energieverbrauch zu reduzieren und zwar um 4% gegenüber dem Vorjahr. Das ist erfreulich. Wir haben auch bei einer wichtigen Ratingagentur MSCI eine Erhöhung des Ratings bekommen und andere Themen sind hier erwähnt wie Cyber Security und so was. Das ist natürlich ein Bereich, in dem wir uns stark engagieren und auch sehr gute Lösungen für unsere Kunden anbieten. Das wird auch immer wichtiger mit der künstlichen Intelligenz. Jetzt auf der nächsten Seite, das ist glaube ich dann auch die letzte, das Thema Ausblick für 2026. Wir haben die Prognose für den Free Cashflow angehoben. Die anderen Kennzahlen hatten wir zum Teil im ersten Quartal angehoben. Der Free Cashflow wird jetzt bei rund 20 Milliarden erwartet. Das gilt immer auf den Wechselkurs von 1,13 Dollar pro Euro. gerechnet. Und eine organische Betrachtungsweise beim Ergebnis je Aktie, wie eben erwähnt, bleiben wir bei 2,20 Euro. Und also insgesamt erwarten wir beim EBITDA ein starkes organisches Wachstum für die Gruppe von 6 Prozent dieses Jahr und beim Ergebnis je Aktie sogar 10 Prozent. Und ich glaube, damit schließe ich erst mal die Einführungen und Worte ab. Und ich glaube, dann haben wir viele Fragen, auf die wir jetzt eingehen können.
So ist es. Vielen Dank für die Zusammenfassung. Und jetzt starten wir in die Fragen. Die Fragen hatten Sie auf der Fragen- Plattform gestellt. Ich hatte es schon gesagt, Link ist unten in der Videobeschreibung. Eine zusätzliche Frage ist schon reingekommen und insgesamt sind es drei wesentliche Themen, die herausstechen. Das ist einmal das Fusionsgerücht in den USA, das ist das Thema Satellit und das Thema Künstliche Intelligenz. Das ist ja auch das, was wir aus den Gesprächen mit institutionellen Investoren als die wichtigsten Themen haben. Insofern deckt sich das gut. Bevor wir in die drei Themen einsteigen, aber vorab noch Fragen zum Aktienkurs. Wir sind jetzt ungefähr da, wo wir auch im Mai waren. Am Tag der Ergebnisbekanntgabe hat die Telekom 6% zugelegt. Das war insofern sehr stark. Zwischenzeitlich gab es aber auch nochmal eine kurze Phase, wo wir sogar unter 24 waren. Im Rückblick hochattraktive Einstiegskurse. Kannst du nochmal so einen kurzen Überblick geben, was sich in den letzten Monaten am Aktienkurs gezeigt und was da die Treiber waren.
Also insgesamt ist es ja beim Aktienkurs so, dass er sich, dass die Entwicklung natürlich abhängt davon, was man als Ansatz, als Startpunkt der Entwicklung betrachtet. Und natürlich kann man auch auf die letzten zehn Jahre schauen, die letzten fünf Jahre und auch auf das Gesamtjahr seit 2026, in dem wir, wenn man die Dividende mit dazu nimmt, sage ich mal, ich glaube mit 6 Prozent oder so was im Plus sind. Das ist natürlich nicht unser Anspruch. Wir wollen das da mehr abliefern. Aber zunächst mal ist das der Kontext. Ich glaube, was man gesehen hat dieses Jahr ist, dass wir etwas gelitten haben unter Befürchtungen der Aktionäre, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Marktdisribution durch Satellitenkommunikation, SpaceX. Du hattest es ja erwähnt. Dazu kommt, das war allerdings bereits im Vorjahr, das hat man aber auch im Kurs gesehen, die Verizon, einer der zwei großen Wettbewerber in den USA, einen Managementwechsel hatte und der neue CEO, der in Schulmann dort dann erklärt hat, dass er die Kundenzielsetzung, also das Unternehmens weil der Kundengewinnung stark verändern will im Hinblick von einer Toleranz, von letztlich stabilen Kundenzahlen hin zu einem Wachstumsziel. Das sorgt natürlich immer für Unruhe und möglicherweise für Instabilität. Ich habe eben gesagt, die T-Mobile hat gute Ergebnisse abgeliefert im ersten Halbjahr. Also die ist schon in der Lage, auch mit etwas Volatilität im Wettbewerbsfeld umzugehen. Das tun wir in Deutschland ja auch. Aber es hat natürlich die Aktie der T-Mobile belastet. Und auch wenn die T-Mobile-Aktie und die Deutsche Telekom-Aktie nicht perfekt korreliert sind, wie wir es in der Vergangenheit oft gesehen haben, wirkt sich das natürlich schlussendlich auch auf die Telekom-Aktie aus. Ich würde sagen, das sind die zwei bestimmenden Themen für die Aktie, also Satelliten und Wettbewerbsumfeld USA. Auf der Haben-Seite ist es so, dass wir durch die guten Ergebnisse natürlich auch immer wieder etwas an Boden gewinnen und uns auf unsere Ergebnisziele vorbereiten. Aber ich würde diese Ergebnisziele hinbewegen. Ich glaube, im Moment kann man einfach sagen, ist die Beweislast ein bisschen bei uns. Wir müssen jedes Quartal sozusagen aufs Neue zeigen. Und vielleicht kommen wir wieder an den Punkt, wo durch diese stetige Performance die Zuversicht wieder wächst, dass wir das auch wirklich nach vorne jedes Quartal wieder weitermachen. Also ich glaube, das ist so ein bisschen die Situation.
Okay, dann nachdem wir jetzt über den Aktienkurs gesprochen haben, nächste Frage zum Thema Aktienrückkauf, der damit zusammenhängt. Da ist eine Frage, die auf das abzielt, was wir Kapitalallokation nennen. Also das operative Geschäft spült Geld in die Kassen. Und was macht man jetzt damit? Man könnte es ins Geschäft investieren, man könnte damit was kaufen, man könnte Schulden abbauen oder aber man investiert in die eigene Aktie. Warum ist die Entscheidung, dieses Geld in die eigene Aktie zu investieren?
Ja, also ist eine gute Frage. Es ist natürlich eine sehr wichtige Entscheidung, die das Management zu treffen hat, zusammen mit den Gremien. Und grundsätzlich ist die Erhöhung des Aktienrücklaufprogrammes, so wie wir es ja angekündigt haben, zum zweiten Quartal konsistent mit unserer Kapitalallokationspolitik, so wie wir sie im Kapitalmarkttag 2024 artikuliert haben. Wir haben da gesagt, wenn wir von unserem Verschuldungsziel ausgehend die Geschäftszahlen so abliefern, wie geplant, dann haben wir einen Überschuss von etwas über 15 Milliarden zu erwarten bis zum Jahresende 27 und den werden wir vornehmlich für Anteilserwerbe in den USA, aber auch für den Rückkauf eigener Aktien verwenden. Insofern passt das also grundsätzlich in diese grundsätzliche Strategie hinein. Wir haben die Bilanz, den bilanziellen Spielraum. Wichtig ist aber auch, dass bei dem zusätzlichen Aktienrückkauf die Betonung etwas auf bis zu ist, weil diese bis zu drei Milliarden auch bedeuten, dass es sein kann, dass wir die drei Milliarden nicht voll ausgeben, sondern es handelt sich hier mehr um eine Summe, die wir zur Verfügung haben, um bei Diskolokationen im Kurs, du hast es ja eben erwähnt, wir hatten mal 23,50 Euro dieses Jahr, da, sage ich mal, die Gelegenheit nutzen kann, um auch mehr Stücke zu kaufen. Das wird alles vorher programmiert und entsprechend sieht man dann, werden wir dann sehen am Jahresende, wo wir rauskommen. Entweder, wenn die Aktie etwas schwächer ist, dann kaufen wir mehr, Dann haben wir mehr von den Vorteilen des Aktienrückkaufs. Wir können mit dem gleichen Geld mehr Aktien zurückkaufen. Aber natürlich schöner ist das Alternativszenario, wo der Aktienkurs gut läuft und wir dann am Ende auch noch von den drei Milliarden was übrig haben. Und hoffen wir mal, dass es das Letztere ist. Im Moment sieht es ja so aus.
Die nächste Frage geht nochmal eine Stufe tiefer und fragt eben, was ist der Vorteil von einem Aktienrückkauf? Also was bezwecken wir damit?
Ja, also ein Aktienrückkauf ist im Prinzip auch eine Ausschüttung an Aktionäre. Man kann also zeigen, dass es letztlich vergleichbar ist mit einer Dividende. Das ist nur eine andere Art der Ausschüttung. Der Aktionär kann letztlich das Geld aus einem Aktienrückkauf genauso verwenden, weil er könnte die Aktien da reinverkaufen und dann kriegt er praktisch einen äquivalenten Betrag wie bei einer Dividendenausschüttung. Also erstmal ist es eine Ausschüttung. Zweitens hat es aber auch aus Unternehmenssicht den Aspekt, dass die Anzahl der Aktien sich bei einem Aktienrückkauf mechanisch reduziert und dadurch steigt das Ergebnis der Aktie. Das heißt, Sie als Aktionär haben den Vorteil, dass, falls Sie sich nicht beteiligen und in dem Aktienrückkauf pro Rata verkaufen, dann steigt Ihr Anteil an den Gewinnen des Unternehmens, weil der ja auf weniger Aktien dann aufgeteilt wird. Und das hat für die Telekom die Bedeutung, dass wir schon glauben, dass das Ergebnis je Aktie für uns eine sehr wichtige Metrik ist, die auch historisch sehr dicht korreliert hat mit unserer Kursperformance. Das heißt, wir können ja auch was für die Aktie tun. Und vielleicht der letzte Aspekt ist, falls das Unternehmen natürlich stark unterbewertet ist, dann macht man auch eine Bewertungsarbitrage. Aber ich sage mal, das ist natürlich immer Ermessenssache, weil man dann letztlich die Aussage trifft, man ist schlauer als der Markt. Das ist durchaus vorstellbar, aber stimmt auch nicht immer.
Letzte Frage zum Aktienrückkauf. Eine etwas ungewöhnliche Frage. Wo wäre der Kurs ohne den Aktienrückkauf?
Ja, das ist eine hypothetische Frage, kann man nicht wirklich beantworten. Aber jetzt rein mechanisch ist es so, dass Sie, wie gesagt, die Aktienstückzahl reduzieren. Und wir nennen das Accretive, also Sie erhöhen den Wert je Aktie. Und bei der Höhe, also wenn Sie jetzt mal einen 2 Milliarden Aktienrückkauf ansetzen, was wir ja bis vor kurzem uns vorgenommen hatten für dieses Jahr, dann hätte das jetzt direkt, also bei unveränderten Kursbewertungsrelationen, einen etwa einprozentigen Effekt auf die Aktie. Jetzt gibt es aber auch Aktionäre, die den Aktienrückkauf als wichtige Aussage sehen, dass, wie eben genannt, das Unternehmen an die Zukunft des Geschäftes glaubt und Zuversicht mit dem Aktienrückkauf auch vermittelt. und dadurch kann es, wie ja auch bei uns offensichtlich der Fall gewesen ist, dadurch kann es auch zu einem überproportionalen Effekt kommen.
Du beziehst dich auf die 6% nach der Ankündigung von dem Aktienmarkt.
Gut, ich meine, die Zahlen waren ja auch gut, man muss schauen, wie man das auseinanderklamüsert, aber sicher war das zu dem Zeitpunkt eine positive Überraschung Und gerade in Amerika ist der Aktienrückkauf ein sehr gängiges Mittel der Aktionärsvergütung. Und wir haben ja viele amerikanische Anleger. Also insofern, glaube ich, wurde das zunächst mal auch als positives Signal begrüßt.
Gut, dann steigen wir ein in die drei großen Fragen, die ich schon genannt hatte. Das erste ist das Thema Fusionsgerüchte in den USA. Wir hatten jetzt bei dem Aktienrückkauf über Aktionärsvergütung gesprochen. Das ist auch der Zusammenhang, der jetzt mit dem Thema gesehen wird, mit der Frage, gefährden, so würde eine Fusion die Dividendenfähigkeit der Deutschen Telekom gefährden?
Ja, also ich nehme an, es kommen ein paar Fragen zu diesem Themenkomplex. Also vielleicht kann ich die mal erstmal gesamthaft beantworten und dann müssen wir gucken, ob wir noch mehr dazu sagen können. Also wir haben ja öffentlich diese Spekulation nicht kommentiert und das mache ich auch heute nicht. Es gibt auch jetzt nichts Konkretes, was zu berichten wäre und deswegen werde ich jetzt nicht im Einzelnen auf irgendwelche Aspekte eingehen. Ich sage mal, grundsätzlich kann man sagen, die heutige Struktur mit zwei separaten börsennotierten Unternehmen hat für alle Beteiligten gut funktioniert, aber hat auch Einschränkungen. Ich meine jetzt konkret auf die Frage bezogen Dividendenpolitik der Telekom. Es ist natürlich so, dass in der derzeitigen Struktur zwei Aktionäre aus dem gleichen Cashflow bedient werden müssen. Also zwei Kategorien oder Gruppen von Aktionären in einer vereinheitlichten Firma wäre das nicht der Fall in diesem hypothetischen Szenario. Das heißt, es gäbe, je nach Struktur, würde der gleiche Cashflow unter Umständen sogar eine höhere Ausschüttung ermöglichen. Aber es ist ja nur ein Aspekt einer hypothetischen Fragestellung. Deswegen will ich das jetzt nicht weiter vertiefen. Grundsätzlich als Unternehmen, vielleicht noch abschließend, das klingt jetzt so ein bisschen brüsk, aber es ist natürlich unsere Aufgabe, Dinge zu überprüfen und zu hinterfragen. Und das kann ja durchaus mal sein, das passiert immer wieder, auch wenn wir jetzt hier nichts bestätigen oder dementieren. Wie gesagt, man prüft vielleicht Dinge, das machen wir regelmäßig in allen möglichen Themenbereichen. Und dann kommt vielleicht am Ende was da raus oder eben auch nicht.
Du hattest es vermutet, wahrscheinlich gibt es noch weitere Detailfragen. Das ist so. Was ist der Mehrwert? Was ist der größte Hinderungsgrund? Ist das in den nächsten drei Jahren realistisch? Und so weiter. Könnte man dann Comcast und Carta-Charta übernehmen? Das sind alles Fragen, die damit im Zusammenhang stehen.
Das ist vielleicht noch eine separate Frage, ob wir in den USA welche M&A-Aktivitäten planen oder die ermöglicht werden sollen. Also das kann ich jetzt erstmal nicht unbedingt bestätigen. Sie wissen ja, unsere Politik grundsätzlich zu M&A-Spekulationen ist, dass wir sie nicht kommentieren. Ich will nur noch mal darauf hinweisen, auf die Prämisse dieser Frage, wir haben in den USA eine starke Position im Breitbandmarkt. Wir haben jetzt im Moment schon über 10 Millionen Breitbandkunden in den USA und wollen das auf 17 Millionen steigern. Ich meine im Vergleich, in Deutschland haben wir 15 Millionen, also das ist jetzt keine so schlechte Stellung. Natürlich im Mix wird die überwiegende Mehrzahl, oder etwa zwei Drittel dieser Kunden, jetzt mal ganz grob gesprochen, ohne dass Sie mich darauf festlegen, nur Fixed Wireless Access sein. Aber Fixed Wireless Access in den USA ist eine sehr attraktive Technologie für uns. Sie ist hochkapitaleffizient, weil wir dafür keine zusätzlichen Netze bauen. Sie hat einen sehr, sehr hohen Kundennutzen, der durch sehr hohe NPS-Werte belegt ist. Wir schaffen Geschwindigkeiten von 500 Megabits oder mehr. Im Mittel sind wir bei etwa 300 Megabits und das ist auch noch ausbaufähig. Also das ist schon eine sehr starke technologische Situation. Und in den USA, klar, wir sind der Mobilfunknetzführer und das ist ein Aspekt dieser Netzführerschaft. Und wenn wir uns mit den Kabelunternehmen im direkten Wettbewerb messen, dann haben zuletzt meistens wir gewonnen. Also deswegen würde ich mal sagen, wir haben da gar keine so schlechte Position in diesem Wachstumsfeld.
Nur kurz zur Erklärung Fixed Wireless Access. Damit sind Breitbandanschlüsse für zu Hause gemeint. Hat man also eine Box zu Hause, aber es ist kein Kabel dran, sondern eine SIM-Karte. Insofern, das läuft dann über die Mobilfunknetze nur für die, die mit dem Begriff nicht vertraut sind. Dann zwei weitere Fragen zu T-Mobile USA, einfach weil wir jetzt gerade dabei sind. Es gab das Gerücht zum Einstieg von dem Investor Elliot bei der Telekom. Da hat es dann auch eine positive Kursreaktion gegeben. Gibt es da irgendwas, was wir dazu sagen können?
Also das ist eine Spekulation, die von Bloomberg, sag ich mal, vor kurzem lanciert wurde und weder von Elliot noch von uns kommentiert wurde.
Dann die letzte Frage zur T-Mobile USA. Ausnahmsweise mal mit Namensnennung. Carsten Potmann hat gefragt und wir nennen den Namen natürlich auch gerne und hoffen, dass Sie jetzt mit dabei sind zum Thema Gerichtsverfahren T-Mobile USA. Da hatte es eine Klage gegeben, die vorgibt, dass die Kleinaktionäre benachteiligt oder vorbringt, dass die Kleinaktionäre benachteiligt werden. Was kann man dazu sagen?
Ja, also es geht um Verhandlungen der Deutschen Telekom mit Softbank über Transaktionen im Zuge der Fusion von T-Mobile und Sprint, die ja bekanntlich zu einer massiven Wertsteigerung für insbesondere ja auch die T-Mobile-Aktionäre geführt hat.
Die Softbank war der Mehrheitseigentümer von dem Unternehmen, mit dem wir zusammengegangen sind.
Richtig. Und in dem Zusammenhang gibt es eben den Vorwurf, dass manche der Transaktionen in diesem Zusammenhang die Kleinaktionäre nicht mitbeteiligt hätten. Und das ist ein Verfahren, was seit mehreren Jahren anhängig ist in den USA. In den USA gibt es ja einige Gerichtsverfahren, die Hürde ist ja offensichtlich recht niedrig. Wir berichten seit Jahren im Geschäftsbericht, dass es dieses Verfahren gibt. Die mögliche Höhe einer möglichen finanziellen Belastung wird von uns nicht quantifiziert, weil das nicht verlässlich gemacht werden kann. Das ist jetzt auch nicht unüblich in Geschäftsberichten. Das ergibt sich auch daraus, dass es sich hier um ein laufendes Verfahren handelt und jede Quantifizierung durchaus auch unklug sein könnte. Aber was Interessantes an dem Bericht ist, dass er ja auch Informationen enthält, die nicht öffentlich sind. Insofern kann es natürlich auch sein, dass das Handelsblatt hier, ich würde mal sagen, sich hat bedienen lassen oder sich hat nutzen lassen von einer interessierten Seite. Aber gut, das sei dahingestellt. Also jedenfalls erkennen wir, wir sehen das Verfahren ja als nicht stichhaltig an und erkennen auch die Zahlen nicht, die da genannt worden sind.
Und ist eben auch kein neues Verfahren, sondern wie du gesagt hast, läuft schon.
Nein, das ist selbst nach dem Bericht des Handelsblatts. Das Handelsblatts sagt einerseits, das ist jetzt alles ganz dringend, Aber es sagt, dass die letzte Zeugenaussage im Januar 2025 war und eine mögliche Gerichtliche Anhörung dann im Oktober 2027, also fast drei Jahre später, stattfinden würde. Das erscheint mir jetzt nicht extrem dringlich, aber gut.
Gut, das zum Thema T-Mobile USA. Dann kommen wir zum zweiten großen Thema. Du hast es schon angesprochen bei den Themen, die für den Aktienkurs relevant sind. Satelliten, da ist Elon Musk einer der Protagonisten, der mit Starlink diese Bewegung anführt. Die Verunsicherung ist jetzt, könnte das eine Disruption für unser Geschäftsmodell sein. Die Zahlen der Neukunden, die zum Teil kolportiert werden, was also in den nächsten drei, vier Jahren und so weiter da kommen könnte, sind extrem hoch. Deswegen die Frage in der Positionierung, was kann die Telekom, was Starlink einfach nicht kann?
Ja gut, also erstmal vielleicht der Hintergrund ist, dass SpaceX ja, wie Sie hier sicher auch alle mitbekommen haben, einen Börsengang durchgeführt hat und im Rahmen des Börsengangs wurden in der Tat sehr ambitionierte Zahlen rausgelegt, die natürlich auch den Zweck hatten, die Bewertung des Unternehmens beim IPO zu hinterlegen. Und ja, was kann die Telekom, was die SpaceX nicht kann? Also die Telekom und die T-Mobile, die betreiben terrestrische Netze und die Starlink und andere Satellitenbetreiber betreiben Satellitennetze. Und terrestrische Netze können terrestrische Kommunikation besser ermöglichen als Satellitennetze. Satellitennetze, insbesondere im Mobilfunk, aber auch im Festnetz, haben den Vorteil, dass sie in dünn besiedelten Gebieten kostengünstig eine Minimalversorgung oder eine ordentliche Versorgung im Festnetz bereitstellen können. Allerdings stoßen sie insbesondere im Mobilfunkbereich ganz klar auf technische Grenzen. Also ich sage mal nur, um es in den Kontext zu stellen, vielleicht in den USA, wenn ich jetzt das nehme oder auch Deutschland, aber ich nehme mal die USA, da haben wir 85.000 Mobilfunkstandorte und 60.000 kleine Funkzellen, die das noch ergänzen und auch noch viele andere, noch kleinere Funkzellen. und diese Netze sind so gebaut, dass sie da maximal performen, wo die Menschen sind. Also man baut ja nicht, Mobilfunkstandorte kosten ja Geld, man baut die ja jetzt nicht aus Jux und Dollerei so eng beieinander in den Städten, aber wenn man die dann in den Städten so eng beieinander hat, dann unter das ganze Spektrum dann ausgeleuchtet wird, dann haben die natürlich sehr, sehr viel Kapazität Und mit dieser Kapazität kann man dann dramatisch mehr erreichen, als jetzt reine satellitengeschütze Mobilfunknetze leisten können. Mobilfunknetze sind, wie gesagt, manchmal oder meistens jetzt zwischen 500 Meter und 5 Kilometer von einem weg. während ein Starling-Satellit in der nächsten Konstellation 320 oder so was Kilometer von der Erde entfernt ist. Und dann fliegen die Satelliten ja um die ganze Welt. Das heißt, die kannst du nicht, auch wenn es viele von denen gibt, die kannst du nicht über einer Stelle konzentrieren, weil die sich weiter bewegen. Die können nur auf dem Breitengrad konzentriert werden. Und natürlich gibt es auch einige technische Dinge, die man machen kann. Mobilfunktechnik oder Wireless Technology ist ja sehr dynamisch. Aber die meisten der Sachen, die man da machen kann, um die Kapazität zu steigern, die kann man auch in terrestrischen Netzen machen. Und gut, im Breitbandbereich gibt es auch Schätzungen, wie viele Kunden jetzt versorgt werden können. Also das Thema ist dort vor allem auch Kapazitätsbeschränkungen. Natürlich werden sich diese Konstellationen verbessern, die Netze werden sich weiter verbessern. Die nächste Generation von Satelliten wird stärker sein, Aber die Entfernung von der Erde wird aller Voraussicht nach bei über 300 Kilometer bleiben. Und das ist natürlich auch ein großes Problem für den Nutzer, der jetzt versucht, mit seinem Endgerät ein Signal auf den Satelliten zu richten. Gut, die Satelliten haben dann sehr große Antennen, das hilft. Aber es ist zumindest ziemlich schwierig und verbraucht sehr viel Batterie. Und das sind so die Punkte. Also unsere Stärke ist terrestrische Netze und da bauen wir Glasfaser aus. Wir haben aber auch unsere Vectoring-Netze sind ja sehr stark, unsere Mobilfunknetze sind führend. Also ich glaube, da können wir uns darauf verlassen, dass diese Stärken, die wir haben, auch weiterhin positiv differenzieren.
Privatanleger sehen ja als normale Konsumenten, dass normale Smartphones jetzt auch eine Satellitenkommunikationsfähigkeit haben, Was zunächst einmal technisch faszinierend ist. Insofern ist die Befürchtung, Mobilfunk könnte ersetzt werden. Du hattest es angesprochen, es hat verschiedene Limitationen. Ein gutes Bild dafür ist ja das mit dem Hubschrauber, dass es faszinierend ist, dass Hubschrauber fliegen und so weiter und sie haben auch ihren Einsatzbereich, aber man würde nie auf die Idee kommen, dass Hubschrauber Straßen überflüssig machen. Das ist ein gutes Bild dafür, was Satelliten bedeuten. Hubschrauber werden auch im städtischen Bereich eingesetzt. Notfall beispielsweise, auch das ist bei Satelliten eine attraktive Perspektive, dass im Fall von Desaster, wo auf der Erdoberfläche zum Beispiel wegen Fluten alles abgeräumt wird, dass dann Satelliten nach wie vor die Kommunikation sicherstellen können. Jetzt arbeiten wir ja auch mit Starlink zusammen. Wie kann man sich das vorstellen? Also muss man da die Befürchtung haben, dass die uns irgendwann mal auffressen? Also du reichst die Hand und dann ist der Arm ab? Oder wie sieht diese Abgrenzung aus? Wofür setzen wir Starlink ein?
Ich sage mal, solche Beziehungen sind ja nicht neu für uns, dass man mit Unternehmen zusammenarbeitet, die durchaus auch konkurrierende Interessen haben und teilweise auch, sag ich mal, sich ein bisschen in das eigene Hoheitsgebiet vorbewegen wollen. Ich denke mal an Google oder Facebook, natürlich mit WhatsApp. Und dann hat man Amazon, wie weit geht man in der Partnerschaft mit Amazon, wie weit nicht oder macht man da gar nichts. Auch Amazon Cloud als Cloud Provider und so weiter. Man muss halt stark genug sein, um diese Beziehung profitabel zu gestalten. Man braucht klare rote Linien. Und da denke ich mal, da haben wir das richtige Verständnis. Und andererseits sehen wir, die Funktionalität, die mit Satellitenkommunikation verbunden ist, die wollen wir unseren Kunden natürlich schon anbieten. Also da geht es vor allem, das ist eher ein USA-Thema, darum, in unbesiedelten Gebieten, in den USA sind 500.000 Quadratkilometer oder Quadratmeilen, Entschuldigung, nicht von terrestrischen Mobilfunk erreicht. Also jeder, der in den USA war, kann sich das ungefähr vorstellen. Da hat man dann Konnektivität, also eine ordentliche oder minimale Konnektivität, aber das macht ja nichts. In den Gebieten sind ja wenig Leute. Das heißt, die Kapazität des Satelliten konzentriert sich auf, kann insofern von wenigen Nutzern dann auch hinreichend genutzt werden. Das ist eine ganz andere Konstellation. In Deutschland ist es natürlich eine seltene Konstellation. Ich hatte es eingangs erwähnt, wir haben 90 Prozent Flächendeckung allein mit 5G. Wir haben mit LTE 95 Prozent Flächendeckung und mit 2G sogar 99 Prozent Flächendeckung. Also die Situation, dass Sie allein im Wald sind und der Bär kommt und Sie müssen schnell mal das Telefon benutzen, die ist in Deutschland sowieso eher seltener. Und dann meistens hat man zumindest eine gewisse, typischerweise eine sehr gute Konnektivität.
Dann eine Frage zu der Zusammenarbeit und ob wir das haben nutzen können, um Starlink darauf zu verpflichten, nur mit uns zusammenzuarbeiten und nicht mit den Wettbewerbern, also Vodafone oder O2.
In den USA haben wir tatsächlich zur Einführung des Dienstes eine Exklusivitätsvereinbarung getroffen, die auch über dieses Jahr hinausgeht. So ist das von der T-Mobile auch kommuniziert worden. Aber da muss man immer davon ausgehen, dass das endlich ist. Umgekehrt haben wir auch gesagt, dass wir mit anderen Satellitenanbietern zusammenarbeiten, weil natürlich wollen wir uns jetzt auch nicht, Starling ist im Moment der dominante Anbieter, aber er wird perspektivisch nicht der einzige Anbieter bleiben. Da wird es eben auch das Amazon Leo geben, das auch eine Konstellation haben wird, die direkt mit terrestrischen Telefonen kommunizieren kann. und es wird IST Space Mobile geben, auch ein amerikanisches Unternehmen und dann wird es eine europäische Konstellation geben, das ist OneWeb, das ist auch im Zusammenhang mit Iris 2, Iris 2. Also ich sage mal, da werden wir auch keine Exklusivität in Anspruch nehmen, sondern im Gegenteil denke ich mal, wird sich dann ein Ökosystem entwickeln, das für alle zugänglich ist. Ich glaube, unsere Aufgabe ist es hier, das bestmöglich zu orchestrieren und unseren Kunden, sage ich mal, das zu geben, was sie brauchen oder wo ihnen echter Zusatznutzen entsteht.
Du hattest es angesprochen, Unabhängigkeit. Manchmal wird Elon Musk ja etwas als erratisch wahrgenommen. Da war die Frage, machen wir uns dazu abhängig? Könnte es sein, dass wir da in Schwierigkeiten kommen? Du hast die Frage beantwortet. Dann die letzte Frage zu dem Thema. Wie sieht das mit der Expertise zum Thema Satellit in der Deutschen Telekom aus? Ist das jetzt ein Thema, was für uns komplett neu ist? Wir müssen da neue Teams aufbauen und haben da bisher selber mit Satelliten nicht viel zu tun gehabt oder bauen wir da auf Bestehendem auf?
Na gut, ich hatte ja schon gesagt, dass in Europa das noch, also es ist noch kein aktuelles Thema, also jetzt diese Direct-to-Sell. Wir sind auch nicht selber Satellitenbetreiber. Umgekehrt muss man das Thema natürlich verstehen. In den USA waren es wir, die überhaupt diese Technologie an den Markt gebracht haben. Das war in Zusammenarbeit von T-Mobile und SpaceX, dass eben überhaupt diese technische Fähigkeit oder dieses Produkt Direct-to-Device für den amerikanischen Massenmarkt erschlossen wurde. Also wir verstehen das Thema zumindest als Gruppe besser als, ich denke, die meisten anderen. Und in Deutschland ist das Thema im Wesentlichen, besteht das Thema im Wesentlichen darin, sich zu überlegen, wie man, denke ich mal, diese komplementären Dienstleistungen vermarktet. Entweder, weil die Handsets werden dann irgendwann diese Fähigkeiten zum Teil haben für dieses Spektrum, oder Sie haben sie schon und das sind ja dann handelsübliche Handsets, da machen wir nichts anderes als die anderen. Wir werden jetzt, ich würde es auch für unwahrscheinlich halten, dass wir in großem Ausmaß jetzt Spektrum zur Verfügung stellen, mit denen wir dann gemeinsame Dinge entwickeln, wie es in Amerika der Fall war. Und ja, also deswegen denke ich, so weit erforderlich werden, haben wir diese Fähigkeiten sicher. Aber ich glaube, es ist jetzt kein schwieriges Unterfangen.
Gut, dann kommen wir zum dritten großen Thema. USA und Satelliten hatten wir. Satelliten wird uns ja auch weiter begleiten. Die Integration von Satelliten in Mobilfunknetze ist ein wesentlicher Bestandteil von der neuen Mobilfunkgeneration 6G, insbesondere bei Notfilm etc. Nächstes und drittes Thema, künstliche Intelligenz. Du hattest es in der Präsentation, da war ja ein Slide mit drin, die beiden Komponenten, einerseits Verbesserung der Produkterfahrung und andererseits Effizienz intern. Eine Frage ist zu unserer Netzplanung. Also Netzausbau hat man ja auch gesehen, Mobilfunk schon sehr fortgeschritten, Glasfaser sind wir mittendrin. Da setzen wir ja künstliche Intelligenz sehr intensiv ein, in der Planung, in der Baubegleitung und so weiter. Wird das ein Einfluss auf die Anzahl der Mitarbeiter haben, die da arbeiten? Also sind da Personalreduzierungen geplant?
Na gut, also ich sage mal, die Deutsche Telekom ist natürlich ein Unternehmen, in dem Digitalisierung und auch künstliche Intelligenz genutzt werden, um effizienter zu werden. Das ist ja unvermeidlich in der Wettbewerbslandschaft, in der wir uns befinden. Und die künstliche Intelligenz bietet hier Möglichkeiten. Ob das jetzt in der Netzplanung, das konkret genannt wurde, jetzt hauptsächlich ein Effizienzthema ist oder ein Thema, wie kann man höheren Kundennutzen realisieren, indem man das Netz effizienter plant, indem man zum Beispiel die KI nutzt, um Standorte noch optimaler zu positionieren, sei dahingestellt. Ich sage mal, sicher wird im Bereich der Netzautomatisierung die KI eine Rolle spielen. Aber wenn ich jetzt mal an unser Produkt zum Beispiel RAN Guardian denke, Da ist es so, dass es ein Produkt, in dem Events, Ereignisse gescreent werden in Deutschland, auf das Risiko hin, dass sie in irgendeiner Form Congestion, also Verstopfung im Netz erzeugen und dann ein schlechteres Kundenerlebnis hinterlassen. und das kann man händisch machen oder man kann es eben mit einer künstlichen Intelligenz machen und dann kann man viel mehr Events screenen und dann ist das, natürlich ist es ein Effizienzgewinn, aber der Hauptvorteil ist eigentlich, dass man Dinge machen kann, die man vorher nicht machen konnte. und die AI sozusagen wie ein verlängerter Arm da agiert. Und ähnlich ist es auch im Glasfaserausbau, weil man einfach mit dem gleichen Budget viel mehr bauen kann. Und ich meine, da haben wir eh noch viele, viele Jahre vor uns. Also insofern, das geht auch nicht zulasten jetzt von Menschen. Wie gesagt, grundsätzlich gibt es natürlich Bereiche, in denen auch Effizienz im Vordergrund steht. und da, denke ich mal, erlaubt es uns die KI auch, mit Mangel an Experten umzugehen, die ja auch dadurch entsteht, dass Menschen älter werden in unserem Unternehmen und ansonsten haben wir einen sozialverträglichen Abbau und keine betriebsbedingten Kündigungen.
Okay, dann eine Frage zu Magenta TV. Du hattest über das TV-Produkt ja schon gesprochen und die Perspektiven, die KI für das Magenta TV bietet verbunden mit der Frage, auch das war schon angesprochen, Weltmeisterschaft, wir kaufen Sportrechte ein. Was bringt uns das?
Gut, das sind jetzt einige Fragen zusammen, aber ich fange mal an mit unserem Produkt. Das ist eine Aggregationsplattform und natürlich hilft die KI, so eine Aggregationsplattform im Kundenerlebnis zu verbessern, indem ja auch Vorschläge gemacht werden können und so weiter. Ich meine, perspektivisch denken wir auch, dass wir das in unser Ökosystem stärker noch einbinden, in die Netzintelligenz, die wir haben. Aber ich glaube, zunächst haben wir mal auch einfach journalistisch gut gearbeitet bei der Weltmeisterschaft und wir hatten attraktive Programme und wir haben damit auch sehr viel Erfolg und Anerkennung bekommen. Ich sage mal, warum haben wir Sportrechte? Weil das sind immer aus unserer Sicht so Schaufenster in die Plattform, weil wir glauben an unsere Plattform. Wir glauben, dass es eine sehr hochwertige und führende Fernsehplattform ist. Und die Sportrechte dienen dazu, noch etwas Mehrwert zu geben, aber gerade bei den großen Events über das Event hinaus bringen Sie einfach die möglichen Kunden mit der Plattform in Berührung. Und wir haben dann die Hoffnung, dass wenn Sie es mal ausprobiert haben, dass Sie dann auch uns die Stange halten. Und Fernsehen ist halt auch etwas, was sich differenzieren lässt. Manche unserer Produkte sind schwerer im Markt zu differenzieren. Aber Fernsehen kann man natürlich, da kann man wirklich auch ein anderes Produkt hinstellen als die anderen.
Wie wir bei der Weltmeisterschaft ja gesehen hatten. Wir müssen uns jetzt etwas sputen, weil wir in der Zeit bleiben wollen. Es gab eine Frage zu unserem Rechenzentrum in München, das ja am Eisbach liegt und mit dem Wasser auch gekühlt wird. Da war die Frage, was ist denn bei Dürre? Wir können beruhigen, die Kühleinrichtungen sind auch so ausgelegt, dass ohne den Eisbach der Betrieb normal weitergehen kann. Dann gab es noch eine Frage zum Thema physische KI. Also da tut sich ja viel Robotik und Drohnen und so weiter. Inwiefern ist das für uns eine Geschäftsopportunität oder ein Geschäftsfeld?
Also ja, wir sind dabei im Bereich Drohnen aktiv. Also sicher auch im Zuge der nächsten Netzgeneration wird im Moment daran gedacht, dass zum Beispiel Robotik anders unterstützt wird, dass die Netze Sensorik entwickeln, also wie Radarsysteme funktionieren können. was insbesondere auch im Hinblick auf Robotik dann eben möglicherweise Mehrwert bringt, weil die Latenzen, also die Reaktionszeiten extrem kurz sein müssen. Ist jetzt im Moment noch ein bisschen Zukunftsmusik, muss man sagen. Was jetzt im Moment eben kommt, ist, also ich sage, natürlich wird dann Netzqualität wichtiger und ein gutes Spektrum wird wichtiger und was wir ja haben. Wir haben im Moment eben, investieren im Bereich Rechenzentrum, aber insbesondere auch in die Möglichkeit, aufbauend auf den Rechenzentren, Eisbach wurde genannt, auch Dienstleistungen anzubieten, souveräne Dienstleistungen und wir sind auf dem Bereich der Produktinnovation da tätig, aber der Grundbaustein bleibt unser starkes Netz.
Dann gab es zwei Fragen gerichtet an Tim Höttges, der heute Abend nicht hier ist, mit der Frage nach seinem Vermächtnis und könnte den Vertrag verlängern etc. Der aktuelle Vertrag läuft bis Ende 2028, also in der Mitte der Vertraglaufzeit. Er wird bestimmt auch demnächst wieder hier bei uns im Live-Webcast sein. Insofern stellen wir die Fragen bis dahin mal zurück. Dann haben wir noch die übrigen Fragen. Eine geht zum Chipmarkt und da sind ja die Speicherchips deutlich teurer geworden, weil die Produktkapazitäten dafür abgezogen wurden, um KI-Chips herzustellen, mit denen man momentan viel Geld verdienen kann. Merken wir das bei uns, bei dem, was wir einkaufen oder bei den T-Phones und Tablets und so weiter oder ist das für uns kein großes Thema?
Also mein Verständnis ist, dass wir das frühzeitig auch schon gesehen haben, das Thema und entsprechende Vorsorge getroffen haben. Jetzt muss man natürlich auch sagen, also direkte Knappheit, glaube ich, gibt es nicht. Oder ich glaube, das ist eher nicht das Thema, sondern das Thema könnte sein, dass einzelne Endgeräte halt teurer werden. Man rechnet ja damit, dass Apple seine Preise sich mal in dieser Generation entsprechend anpasst Und zum Beispiel, ja klar, ich meine, aus Unternehmenssicht würde man wahrscheinlich das im Wesentlichen an die Kunden weitergeben müssen. Aber grundsätzlich gehen wir jetzt nicht von Knappheiten aus.
Dann ist eine Frage zur Marke Kongster, ob die sich angesichts verändernder politischer Verhältnisse auch weiterhin für Vielfalt einsetzen wird. Das können wir vorbehaltlos bestätigen. Frage zum Tarifabschluss, den es in Deutschland gab. Da gibt es eine Sonderzahlung nur für Gewerkschaftsmitglieder. Was hat das damit auf sich?
Ja, also diese Sonderzahlung ist eigentlich ein Zeichen der Wertschätzung für die, die in den letzten Jahren durch ihre Mitgliedschaft die tarifpolitische Arbeit der Gewerkschaften und damit auch die innerbetriebliche Demokratie unterstützt haben.
Gut, damit sind wir durch. 19.59 Uhr, genau Punktlandung. Hannes, vielen Dank für die Zeit für Präsentation und Beantwortung der Fragen. Ganz herzlichen Dank an Sie für Ihr Interesse an der Deutschen Telekom. Es wäre super, wenn Sie uns noch Feedback geben könnten. Der QR-Code sollte jetzt eingeblendet werden. Der nächste Termin ist der KI-Tag, Künstliche Intelligenz, AI Investor Day, 5. Oktober. Im Anschluss daran planen wir auch nochmal einen Live-Webcast zu diesem Thema. Insofern, ja, es bleibt spannend. Wir freuen uns auf den nächsten Webcast und erstmal herzlichen Dank und einen guten Abend. Dankeschön. Schönen Abend.
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