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BC8 · Bechtle Aktiengesellschaft
34.5400 EUR +0.4800 (+1.41%) At close · Oct 6
Market Cap
4.28B EUR
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126.00M
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Earnings call · FY2026 Q1

Bechtle Aktiengesellschaft (BC8) Q1 2026 Earnings Call Transcript

Concluded May 8, 2026 Audio replay
May 8, 2026 17:52 3 turns
Period
FY2026 Q1
Runtime
17:52
Sources
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17:52 Audio

Vielen Dank. Herzlich willkommen zu unserer Analystenkonferenz zum ersten Quartal 2026 der Bechtler AG. Ich freue mich sehr über Ihr Interesse. Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir berichten heute über einen überzeugenden Jahresauftakt der Bechtler AG. Prozentual zweistellige Wachstumsraten, Top und Bottomline sind in diesen herausfordernden Zeiten wahrlich keine Selbstverständlichkeit. Wir haben mit Blick auf den IT-Markt immer wieder gesagt, size matters. Und das sehen wir auch besonders ausgeprägt aktuell. Bechtle ist einer der größten und wettbewerbsstärksten VARs in Europa. Die Hersteller arbeiten eng und vertrauensvoll mit uns zusammen. Das zahlt sich aus, gerade in Zeiten wie diesen, in denen der IT-Markt geprägt ist von der sogenannten Speicherkrise, daraus abgeleiteten Versorgungsherausforderungen und deutlichen Preiserhöhungen. Die Inhalte der heutigen Präsentation gliedern sich wie gewohnt in drei große Teile. Wir starten wie üblich mit den wesentlichen wirtschaftlichen Eckwerten des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres, die Ihnen mein Kollege Christian Jähle als unser CFO erstmalig im Rahmen der Quartalsberichterstattung vorstellen wird. Gefolgt von sogenannten aktuellen Meldungen, sprich wichtige strategische Ereignisse und Themen jenseits der Zahlen, die ich Ihnen dann wieder präsentieren werde, genauso wie den dritten Teil der Ausführung, nämlich den Ausblick zum laufenden Geschäftsjahr, unseren Zielen und der wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten drei Quartalen. Zunächst jedoch zur Geschäftsentwicklung. Christian Jähler, bitte. Vielen Dank, Herr Dr. Olemontz.

Ja, das erste Quartal war geprägt von nach wie vor schwierigen geopolitischen Rahmenbedingungen, unter anderem im Krieg im Nahen Osten und der von Dr. Olemontz bereits erwähnten Speicherkrise. Auf der anderen Seite sahen wir auch eine sehr hohe Nachfrage von allen Kundengruppen in allen Segmenten. Und in vielen Gesprächen mit unseren Kunden und unseren Herstellerpartnern konnten wir hier Lösungen finden. Ein Unternehmen wie Bechtle, das wie kein anderes für Kundennähe und engste Partnerschaften mit den Herstellern steht, kann so von einer Situation natürlich profitieren und wir sind wie bereits erwähnt sehr gut ins Jahr 2026 gestartet. Schauen wir zunächst auf die Entwicklung unseres Auftragseingangs und des Auftragsbestands. Der Auftragseingang im ersten Quartal wuchs um 17 Prozent. Das bedeutet, wir konnten den Auftragsbestand weiter ausbauen. Das heißt, Bechtle lebt nicht von der Substanz, sondern hat stark von der hohen Nachfrage profitiert. Der hohe Auftragsbestand gibt uns auch eine höhere Sicherheit mit Blick auf das laufende Quartal. Und die Entwicklung war in allen Monaten des ersten Quartals vergleichbar gut und setzt sich auch im April fort. Schauen wir nun auf unsere Topline-Entwicklung. Das Geschäftsvolumen hat um über 13% zugelegt. Auch organisch liegen wir bei sehr guten 11%. Das heißt, unser Kerngeschäft ist gesund und intakt und unsere Akquisitionen tragen ebenfalls bei. Auch hier zeigt sich, wir haben die Marktherausforderungen gut gemanagt und kommen mit den Rahmenbedingungen gut zurecht. Der Umsatz und das Umsatzwachstum liegt wie üblich unterhalb des Geschäftsvolumens. Dies liegt an IFRS 15 und der Entwicklung unseres weiter wachsenden Softwaregeschäfts. Blicken wir nun auf die Segmente. Alle Segmente haben zum Wachstum beigetragen, zweistellig oder hocheinstellig. Bemerkenswert dabei ist die Entwicklung in Frankreich. Wir haben hier die Talsohle durchschritten und sind zurück auf einem Wachstumspfad. Im sonstigen Europa wachsen wir organisch mit 17 Prozent, inklusive unserer Akquisitionen sogar um annähernd 30 Prozent. Die gute Botschaft dabei ist, das Wachstum ist breit getragen von allen Kundensegmenten und in allen Regionen. Ein Indiz für einen nachhaltigen Trend. Wir kommen damit zur Ergebnisentwicklung. Auch das EBT wächst zweistellig im ersten Quartal. Wir sehen Wachstum auf der Topline mit einer stabilen Großmarge im Kerngeschäft im Konzern, was uns weiter zuversichtlich stimmt. Unsere Investitionen in die eigene IT-Infrastruktur werden weiterhin fortgeführt und unsere Maßnahmen im Kostenmanagement zeigen erste positive Auswirkungen. Unter dem Strich bleibt damit die positive Botschaft. Trotz unserer Investitionen bleibt die EBT-Marge stabil im ersten Quartal 2026. Wenn wir nun auf die Segmente blicken, sehen wir, auch hier die Entwicklung ist sehr breit getragen. Alle Segmente tragen zur Entwicklung bei. International haben wir immer noch einen höheren Anteil am klassischen Produktgeschäft, was man auch an der Marge erkennen kann. In Deutschland haben wir hier einen Vorsprung. Wir haben hier das breiteste Portfolio, etablierte Prozesse, gut eingespielte Management-Teams und eine effiziente Verzahnung der dezentralen Einheiten mit den zentral bereitgestellten Services. Auch unsere Spezialisten sind hier breit aufgestellt. Das zeigt sich dann eben auch in der Profitabilität. Aber wir arbeiten natürlich auch daran, auch das internationale Segment auf dieses Margenniveau zu heben. Damit zum Abschluss der Kennzahlenbetrachtung noch der Blick auf den operativen Cashflow. Der operative Cashflow hat sich im ersten Quartal gut entwickelt. Nach einem Rückgang im Vorjahr sind wir jetzt wieder positiv. Und das trotz des starken Wachstums. Der Mittelabfluss aus dem Aufbau der Vorräte war zwar deutlich, hierbei sind jedoch alle zusätzlichen Lagerbestände durch Kundenaufträge gedeckt. Und die Situation bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Unsere DSO-Performance hat sich ebenfalls verbessert. Wir lagen nach dem ersten Quartal 2026 bei 38 Tagen. Im ersten Quartal des Vorjahres waren dies noch 39 Tage. Wir kommen damit zum Blick auf die Entwicklung der Mitarbeitenden. Der Mitarbeiteraufbau, den wir sehen im ersten Quartal, ist ausschließlich durch Akquisitionen bedingt. Organisch haben wir hier einen Rückgang um 1,7 Prozent. Wir treffen auch hier nach wie vor sehr bewusste Entscheidungen und gehen bei Neueinstellungen sehr maßvoll vor. Wir haben dabei aber auch einen unveränderten Fokus auf das Thema Ausbildung. Zum 31.03. waren 729 junge Menschen in Ausbildung oder in einem dualen Studium. Kommen wir damit, wie üblich an dieser Stelle, zu den aus unserer Sicht nicht finanziellen besonderen Ereignissen. Ich gebe jetzt wieder zurück an Dr. Olemus. Vielen Dank, Christian Jähler.

Die aktuellen Meldungen, die wir heute für Sie zusammengestellt haben, beleuchten dieses Mal viele Zukunftsfelder der IT, auf denen wir uns strategisch gut positioniert haben und unterstreichen damit einmal mehr die Zukunftsfähigkeit von Bechtler. Wir blicken auf das Technologiethema Quantencomputing, ein wichtiges Projekt im Bereich Healthcare. Natürlich darf das Thema digitale Souveränität nicht fehlen. Wir schauen aber auch auf einen weiteren Erfolg in unserem Geschäft mit den öffentlichen Auftraggebern und die Präsentation vieler Zukunftsthemen auf der Hannover Messe. Starten wir mit dem Thema Quantencomputing. Ein überaus zukunftsorientiertes Projekt realisieren wir derzeit an der Hochschule hier in Heilbronn. Es geht um die Integration eines sogenannten IQM-Spark-Quantencomputers, mit dem wir eine Plattform für leere Forschung und praxisnahe Entwicklung schaffen. Das System des finnischen Herstellers IQM Quantum Computers wird noch im laufenden Jahr in Betrieb genommen und durch Bechtle über drei Jahre hinweg betreut und weiterentwickelt. Mit der Installation am Tech Campus entsteht ein direkter Zugang zu supraleitender Quantenhardware für Studierende, Forschende und Partner. Ziel ist es, Quantencomputing frühzeitig in Ausbildung und Anwendung zu verankern und mit klassischen IT sowie KI-Umgebungen zu verbinden. Das Projekt ist zugleich ein eindrucksvolles Beispiel für die technologische Souveränität Europas, da europäische Hardware, Betrieb und Know-how eng verzahnt werden und das in den vergangenen Jahren entstandene regionale Innovations-Ökosystem innerhalb von weiter ausgebaut wird. Ein funktionierendes Innovationsökosystem steht auch im Zentrum des folgenden Projekts aus dem Bereich Healthcare. Bechtel übernimmt nämlich als Konsortialführer eine zentrale Rolle im Projekt WebMedX. Das Projekt sichert die Versorgung von Menschen mit Herzunsuffizienz, digitaler Vernetzer und alltagstauglicher als das vorher der Fall war. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Würzburg sowie weiteren technischen und akademischen Partnern entsteht eine sektorenübergreifende Telemedizinplattform, die alle Beteiligten besser miteinander verbindet. Ziel ist es, Versorgungslücken in der Phase nach dem Krankenhausaufenthalt zu schließen, wieder Einweisungen zu vermeiden und die Versorgung nachhaltig zu verbessern. Das digitale Netzwerk soll als Muster für andere Regionen und Krankheiten dienen und ist daher für uns über das Einzelprojekt hinaus von hoher strategischer Bedeutung. Bechte bringt mit einem auf Healthcare Solutions spezialisierten Team umfassende Branchenerfahrung Erfahrungen in den Bereichen der digitalen Grundheitsversorgung in das Konsortium ein. Als Konsortialführer verantwortet Bechtle die übergreifende Umsetzung eines tragfähigen technologischen Rahmens für die Plattform und begleitet damit die Überführung eines medizinisch hochrelevanten Versorgungskonzepts in eine praxisfähige digitale Lösung. Dabei spielen auch Aspekte der digitalen Souveränität eine große Rolle. Ein Thema, das Bechtle ebenfalls frühzeitig besetzt. Seit März vermarkten wir den Bechtle Index of Souveränity, kurz BIOS, aktiv und bieten damit ein konkretes Vorgehensmodell für Kunden, die sich digitaler Souveränität strukturiert nähern wollen. BIOS ist eine eigenentwickelte Software zur systematischen Bewertung des Souveränitätsgrads von Unternehmen und öffentlichen Organisationen. Wir verknüpfen die systematische Bewertung zentraler Geschäftsprozesse mit einer umfassenden Beratung durch zertifizierte IT-Business-Architekten. Kunden können so ihren individuellen Reifegrad digitaler Souveränität datenbasiert ermitteln und kontinuierlich Entwicklungen nachvollziehen. Das Assessment analysiert dabei Datenhoheit, technologische Unabhängigkeit und Kompetenzen entlang der zentralen Geschäfts- und Verwaltungsprozesse. Bechtle pilotiert das BIOS-Assessment zunächst in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Vermarktung in weiteren europäischen Ländern wird allerdings konsequent folgen. Auch vertrieblich ist das Thema der digitalen Souveränität mittlerweile sehr relevant, wie das nun folgende Beispiel deutlich macht. Eine aktuelle, erst gestern von GavTech Deutschland veröffentlichte Meldung betrifft einen wichtigen Vertriebserfolg von Bechtle im Public Sector. Wir freuen uns sehr über den Zuschlag für den Multi-Cloud-Broker im GovTech-Framework. Mit einem starken Partnernetzwerk aus internationalen Hyperscalern und europäischen Anbietern schaffen wir eine zentrale, standardisierte Plattform für Cloud- und KI-Leistung. Damit ermöglichen wir Verwaltungen einen schnellen, sicheren und flexiblen Zugang zu modernen Infrastrukturen und leisten einen konkreten Beitrag zur digitalen Souveränität sowie zur erfolgreichen Umsetzung der Gesundheitsplattform Medikus und der sogenannten Deutschlandplattform. Das Rahmenvertragsvolumen umfasst immerhin 250 Millionen Euro bei einer Laufzeit von zwei Jahren plus zweimalige Option auf Verlängerung um ein Jahr. Doch nicht nur in der Verwaltung und in der Medizin spielt die Digitalisierung unter Nutzformen von plattformbasierten Ökosystemen eine immer größere Rolle, sondern natürlich vor allem auch in der industriellen Wertschöpfung. Auf der Hannover Messe zeigte Bechtle daher, wie Unternehmen genau diese Digitalisierung ihrer industriellen Wertschöpfung konsequent und durchgängig gestalten können. Leitidee des Messeauftritts war die intelligente Verzahnung verschiedener Dimensionen moderner Industriedigitalisierung. Wächte brachte dafür Kompetenzen verschiedener spezialisierter Einheiten der Unternehmensgruppen zusammen und präsentierte gemeinsam mit Partnern praxisnahe Anwendungsbeispiele und Innovationen. Wächte hat dieses Jahr die Präsenz bei dieser weltweit größten Industriemesse weiter ausgebaut. Am Stand der Bechte-Gruppe konnten sich Besucher ein integriertes Portfolio aus den Bereichen Engineering, OT Security and Manufacturing, Industrial Internet of Things und Business Integration ansehen. So viel, meine sehr verehrten Damen und Herren, zu den strategisch besonderen Ereignissen in den zurückliegenden Monaten des Geschäftsjahres kommen wir damit zum Ausblick. Wir sind mit einem sehr guten ersten Quartal ins Jahr gestartet. Das stimmt uns nicht zuletzt auch positiv für den weiteren Geschäftsverlauf. Das ist umso bemerkenswerter, als sich die Rahmenbedingungen leider nicht signifikant gedreht haben. Dass wir mit diesen schwierigen Bedingungen offenkundig gut zurecht kommen, ist daher ein sehr positives Signal. Vor diesem Hintergrund sind wir auch aufgrund eines Rekordauftragsbestands zuversichtlich, was die Entwicklung im zweiten Quartal betrifft. Nach den ersten vorläufigen Zahlen zeigt der April ein ähnlich gutes Bild wie bereits die Vormonate. Auf der anderen Seite bestehen aber unverändert hohe Unsicherheiten in Verbindung mit der geopolitischen Lage und auch in Bezug auf die Branchensituation in der IT. Unsere Vendorenpartner haben bereits weitere Preiserhöhungen angekündigt. Die Visibilität in Bezug auf die weitere Geschäftsentwicklung ist daher nach wie vor eingeschränkt. Kunden- und Herstellernähe sind in solchen Zeiten besonders wichtig und damit kann Bechtle klar punkten. Konkret bedeutet das für unseren Ausblick. Wir bestätigen unsere Prognose vom März 2026. Wir haben im ersten Quartal bewiesen, dass wir auch unter schwierigen Rahmenbedingungen profitabel wachsen können. Das erwarten wir auch für das Gesamtjahr. Wir werden die dynamischen Entwicklungen, insbesondere auf dem IT-Markt, weiterhin eng verfolgen und regelmäßig überprüfen, ob unsere Prognose die Situation noch realistisch wiedergibt. Ungeachtet dessen erinnere ich, wie auch Christian Jähle, daran, dass wir für dieses Jahr noch hohe Investitionen in die eigene IT geplant haben, die sich auch auf der Bottomline zeigen werden. Das ändert aber nichts daran, dass wir nach wie vor von einer positiven Entwicklung der Bechtler-Gruppe überzeugt sind, auch in diesen schwierigen Zeiten. So viel, meine sehr verehrten Damen und Herren, zu unserer Entwicklung im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 und dem Ausblick auf das weitere Geschäftsjahr. Ich bedanke mich bis hierhin für Ihre Aufmerksamkeit und wir freuen uns nunmehr auf Ihre Fragen.

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